Die Schweizer Forschung wendet sich in einem dringlichen Appell an die Politik. Der Abbruch der Verhandlungen über ein institutionelles Rahmenabkommen vom letzten Jahr gefährde die Schweizer Forschung und die Schweiz drohe international den Anschluss zu verlieren. Hier die Fakten:

  1. EU-Kommission trötzelt

Grund für den Ausschluss aus den EU-Forschungsprogrammen ist nicht etwa der Abbruch der Verhandlungen, sondern die trötzelnde EU-Kommission. Politisch motiviert verknüpft sie hier eigenwillig zwei sachfremde Themen. Sie verstösst mit diesem Ausschluss sogar gegen internationales Recht, gegen Treu und Glauben. Die EU schneidet sich mit diesem unsäglichen Verhalten auch ins eigene Fleisch. Global gesehen verliert die EU seit Jahren den Anschluss an die internationalen Wissenschafts-Entwicklungen. Die Schweiz als global hochvernetztes und weltweit wettbewerbsfähiges Land im Bereich Forschung und Innovation war bis jetzt ein Bonus für die EU. Mit diesem Trotz-Verhalten schadet die EU ihrem Ansehen und ihrem eigenen Forschungs- und Innovationsstandort.

  1. Schweizer Forschung muss sich global orientieren

Natürlich sind die Honigtöpfe der EU für Schweizer Forschende attraktiv. Die Milliarden-Beiträge aus der Schweiz in diese Töpfe können aber in der Schweiz direkt eingesetzt werden. Dies hat sogar den Vorteil, weil weniger Geld in der EU-Bürokratie versickert und die Schweiz eigenständig, und weniger politisch motiviert Gelder sprechen kann. Die EU-Forschungsprogramme wurden in den letzten Jahren immer mehr wegen ihrer ideologisch motivierten Forschungsförderung und den politischen Vorgaben kritisiert. Dies verstosse gegen die Forschungsfreiheit und enge den Raum für Innovation unnötig ein. Die Schweizer Forschung täte gut daran, wie viele Unternehmen auch, sich global zu orientieren und mit den Besten zu kooperieren. Die Champions League in Sachen Forschung und Innovation spielt in Amerika und Asien. Dort spielt die Musik. Die Wissenschaftler sollten sich vom Röhrenblick EU lösen. Und sie dürfen sich nicht zum politischen Spielball machen lassen. Diese Instrumentalisierung der Forschung schadet der Schweiz viel mehr.

  1. Selbstbewusstsein zahlt sich aus

Die Schweiz rangiert in den massgeblichen internationalen Rankings aus den Bereichen Forschung und Innovation regelmässig auf den Spitzenplätzen. Wir haben zusammen mit Grossbritannien in Europa die wettbewerbsfähigsten und leistungsstärksten Hochschulen. Wir haben nach wie vor gute Rahmenbedingungen für Innovation. Diese Trümpfe müssen wir besser spielen. Erfolgreiche Unternehmen tun das. Sie orientieren sich global und gehen mit Selbstbewusstsein ins Rennen. Das zahlt sich aus, weil die Schweiz ein top Standort ist. Die Forschung wäre gut beraten sich mehr auf Asien und Nordamerika zu fokussieren, sowie auch auf Grossbritannien. Das Mittelmass und die Nivellierung nach unten innerhalb der EU darf nicht der Massstab der Schweiz sein.

Komitee Nein zum schleichenden EU-Beitritt

 

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Kommentare

  1. Die Schweiz muss endlich auf die unlauteren Erpressungen und Milliardenforderungen der EU reagieren. Es gibt genügend Gründe dazu. Die Schweiz holt sich ihre Forscher von Horizon zurück, samt andern Kollegen und unterstützt diese mit Milliarden, die die EU haben will. Nur die besten Forscher Europas und weltweit würden bestimmt mitmachen. Die Maximalforschung liegt bestimmt nicht in der EU. Und Horizon hätte das Nachsehen.
    Und wenn Macron meint, er müsse sich wegen der Jet-Absage rächen als halbjähriger EU-König, der trotzdem nur Frankreich sieht, dann sollte sich die Schweiz endlich auch bei den EU-Gegnerländer revanchieren mit der Reduktion von Produkte-Abnahmen, wie Autos, Früchte usw. Diese Produkte könnten dann einfach am Zoll höher besteuert werden.
    Schlussendlich gibt es ja auch noch ein Gericht über der EU und der Schweiz. Dieses könnte dann all die unseriösen, erpresserischen Taten der EU (und der Schweiz?) endlich stoppen. Wer würde dann besser abschliessen? Die Erpresser-EU oder die leider politisch zu lahme Ente Schweiz? Die geografisch grosse EU ist ein Land mit gleich vielen „Kantonen“ wie die Schweiz mit ihren Kantonen. Da spielt die Grösse eines Landes keine Rolle mehr. Land ist Land…

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